Freaky Girl
Gratis bloggen bei
myblog.de

Kommerz. Kunst. X

Vor genau 2 Sekunden habe ich ein Gespräch mit den Worten "Hör auf, lass mich in Ruhe" abgebrochen, worauf ich die Antwort bekam "weil du weißt dass ich Recht hab". Thema war "Kommerzialisierung von Musik" ...

Ich war und bin der Meinung, dass die Musikindustrie ihr Produkt anders vermarkten soll. Naja eigentlich nicht. Eigentlich bin ich dafür dass es soetwas wie Musik"industrie" nicht mehr gibt. Denn für mich ist Musik nicht irgendetwas, womit man Geld macht, oder was man für andere macht. Für mich ist Musik ein Lebensgefühl. Schnulzig, ich weiß, aber Musik ist Kunst. Kunst gefällt nicht, man kann Kunst nicht mögen oder hassen, man kann nur mit ihr leben oder nicht. 
Dann wollte man mir auch noch die Meinung aufdrücken, dass jeder Künstler, den ich so tagsüber höre, seine Musik für andere macht und damit Geld verdienen will, weil sonst würde ich sie ja nicht hören können, weil jeder Künstler sein Werk nur bei sich zu Hause hätte.
Extremst falsche Argumentation. - Ich male zB ein Bild. Hänge es mir auf. Dann kommt jemand und findet es toll, macht ein Foto und zeigt es anderen. Diese wiederum andere. Bin ich nun also kein Künstler mehr und möchte dass andere mich loben und Geld verdienen? Oder auch wenn ich das Bild selbst Publiziere - bin ich demnach kommerzialisiert, weil ich doch bitte Geld für den Druck oder sonstwas haben möchte?
Wenn ich nun also Musik für mich selbst mache, die MIR gefällt, die ICH fühle - warum darf ich sie nicht anderen zeigen? Aber nein ich bin dann ja selbst auch einer von >denen< die einfach scheiße produzieren und damit die Gesellschaft ausnehmen. . .

Musik sollte ehrlich sein. Wenn sie ehrlich ist und von Herzen kommt, wenn sie KUNST ist, dann bin ich auch dafür bereit den Künstler finanziell zu unterstützen*.

Kommerz ist also, wenn jemand zwar eine Gabe hat Musik zu machen, diese aber nur dazu einsetzt Geld zu verdienen.
Kunst ist also, wenn jemand die Gabe hat Musik zu machen, diese dafür einsetzt seine Gedanken und Gefühle näher zu bringen, zu vertonen, und nebenbei meinetwegen auch damit Geld verdient.

Geklärt?

Kampf dem Kommerz.



*: Dafür sollte man aber kostenlos an Musik rankommen (dürfen). Denn ich möchte vorher aussortieren, was einfach SCHROTT ist und was GUT.
16.12.06 04:03
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen